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Maximilian Marterer, ein waschechter 60er, auf dem Weg in die Weltspitze

Maximilian hat bei zahlreichen ATP-Tour Turnieren in 2017, bei denen er sich durch die Qualifikation gekämpft hat, gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Der langjährige Mannschaftsspieler des TV Fürth 1860 hat seinen konstanten Weg in die Top 100 der Weltrangliste gleich zum Jahresauftakt 2018 mit einem Sieg in der dritten Runde der Australian Open gegen den ehemaligen Top Ten – Spieler Vernando Verdasco vorläufig gekrönt und zog damit in die dritte Runde eines Grand Slam Turnieres ein.
Gerald Radovici hat Maximilian sehr lange Zeit als Trainer begleitet. Im Alter von 5 Jahren begann Maxi (wie er früher genannt wurde) mit regelmäßigem Tennistraining bei Gerald. Mit 19 Jahren wechselte er in die Tennisbase des BTV nach Oberhaching, wo das Umfeld für die nächsten Entwicklungsschritte einfach professioneller war. Gerald erkannte früh das überdurchschnittliche Talent, betont aber, dass Maximilian kein Überflieger war. Seine Auge-Hand- Koordination und sein Ballgefühl waren sehr auffällig. Das sog. „Winner-Gen“, also die Fähigkeit, im entscheidenden Moment die beste Leistung abrufen zu können, stellt Gerald als früh erkennbare Stärke von Maximilian heraus.

 

Dass er nun vor den Australian Open auf Position 90 der Weltrangliste geführt wird ist der Lohn und Konsequenz der harten Arbeit. Gerald, der sich selbst als strengen Trainer mit starkem Fokus auf Disziplin hält, hat hier wohl die optimale Ergänzung zum talentierten Jugendspieler gebildet. Sowohl was die Führung betrifft, als auch die technische und konditionelle Arbeit. Ein weiteres Merkmal, das Gerald herausstellt ist die Kontinuität, mit der Maximilian seine Ziele verfolgt. Dies kann man an der Entwicklung der Weltranglistenposition ablesen, die mit dem ersten Ranking aus dem August 2012 begann (Pos. 1.386) und sich jedes Jahr verbesserte, bis in die Top 100.

Auch der Sieg gegen Verdasco ist Teil einer Entwicklung. Sein Grand Slam Debüt bei den Herren hatte er in der ersten Runde der US open 2017, wo er in vier Sätzen gegen Donald Young verlor (Nr. 57 ATP). Gerald meint es war nur eine Frage der Zeit bis sich Maximilian in diese Kategorie spielt. Das Ziel, dass auch Gerald bereits in Jugendtagen ausgerufen hat waren die Top 50 der Welt. Das stabile Umfeld im Jugendalter, bestehend aus bodenständigem Elternhaus, finanziellem Backround, guter Trainings-Infrastruktur, Unterstützung durch Verein konnte lange beibehalten werden. Die moralische und finanzielle Unterstützung durch den Verein stellt Gerald ebenfalls als eine wesentliche Säule der erfolgreichen Entwicklung heraus. Er betont, dass dies für die sportliche Bedeutung eine Vereins von hohem Wert ist. „leistungsstarke Vorbilder ziehen immer Nachwuchsspieler an“, so seine These.

Dies ist seit vielen Jahren die These, der die Jugendarbeit und Jugendförderung der Tennisabteilung des TV Fürth 1860 folgt. Diesen Weg wollen wir auch zukünftig weiterverfolgen.

Ich danke Gerald Radovici für die Zeit, die er sich für das Gespräch nahm, das
diesem Artikel zu Grunde lag.

Stefan Conrad

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